Boßelregeln

Boßelregeln – Wertungen (Schöt)
Zwei Mannschaften treten gegeneinander an. In der Regel werfen 4 Werfer je Gruppe. Die Mannschaften bestehen aus jeweils 4 Gruppen. Die Gruppen sind aufgeteilt in:
- 2 Gruppen mit der Pockholzkugel und
- 2 Gruppen mit der Gummikugel
In der Zeichnung hat Mannschaft “Schwarz” für die bisher bewältigte Strecke 3 Wurf benötigt. Mannschaft “Rot” schaffte die Strecke mit 2 Wurf. Mannschaft “Rot” liegt mit einem Wurf (Schöt) in Führung. Da die Mannschaft “Schwarz” jetzt mit einem Wurf (Schöt) im Rückstand liegt, ist als nächster Werfer die Nr. 4 der Mannschaft “Schwarz” am Zug. Die jeweils zurückliegende Mannschaft wirft zuerst. Die nächsten Werfer sind also Werfer Nr. 4 der Mannschaft “Schwarz” sowie Werfer Nr. 3 der Mannschaft “Rot”.

Boßelregeln - Wertungen (Schöt)

Boßelregeln – Wertungen (Schöt)

Ergebnisermittlung:
- beim Mannschaftsboßeln und Feldkampf (Klootschießen): Anzahl der „Schöt“ und Meter.
Geworfen wird auf genehmigten Straßen (Keine Autobahnen, Bundesstraßen und meistens keine Landstraßen)
Die Wettkampfsaison erstreckt sich von Sept. – März

Wurfgeräte
Boßel aus „Gummi“ oder „Holz“ ( Weich- und Hartkunststoff) mit einem Durchmesser von 9 – 12,5 cm

weitere Ausstattung:
- Krabber (auch Kescher genannt) zum Suchen der Boßeln aus den Gräben
- festes Schuhwerk (Noppenschuhe sind zu empfehlen)
- wetterfeste Bekleidung, da auch bei Regen geboßelt wird
- Boßeltasche zum Transportieren
- Lappen zum Trockenreiben oder / und im Sommer Wasser zum Befeuchten der Boßel

Geselligkeit und Rituale
Nach dem Wettkampf ist es üblich, dass sich die Werfer beider Mannschaften in geselliger Runde zusammensetzen. Mit einem dreifachen “Lüch up un fleu herut” begrüßt der Mannschaftsführer die Boßler. Danach wird eine Rede über Spielablauf und -ausgang des Wettkampfes gehalten.
Boßelgeschichte
Das Boßeln hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem echten Breitensport entwickelt. Auf den ausgebauten Straßen gewann das Boßeln immer mehr Freunde, und es wird in fast allen Dörfern Oldenburgs und Ostfrieslands in Vereinen betrieben. Es bildeten sich sogar neue Vereine in der Lüneburger Heide, Osnabrück, Nordrhein-Westfalen und im Harz.

Boßelverein in den Gründungsjahren um 1900

Boßelverein
in den Gründungsjahren
um 1900

Boßelverein in den Gründungsjahren um 1900

Klootschießen und Boßeln nach der Gründung des FKV
Mit der Gründung des Friesischen Klootschießerverbandes (FKV) am 25. Mai 1902 begann für das Friesenspiel eine neue Epoche. Einer der wesentlichen Satzungspunkte des Verbandes ist neben dem Friesensport der Heimatgedanke mit dem Ziel, die friesischen Sitten und Gebräuche und die plattdeutsche Muttersprache zu pflegen und zu erhalten.

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